Update

In der Nähe Jesu heil werden

„Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet;
ich werde sie euch abnehmen.“

Menschen, die in der Nähe Jesu heil werden und Grund zur Erquickung finden, das ist der Kern dessen, worum es in der Gemeinde geht. Geschieht es, so gesundet die Gemeinde, wird neu, anziehend und lebendig.

Wie viele Menschen warten darauf, dass ihnen irgendjemand sagt, dass sie etwas wert sind, und dass irgendjemand sie auch das Gewicht spüren lässt, dass ihr Leben bei Gott besitzt. Trotz und in Arbeitslosigkeit, zerbrochenen Beziehungen, Sucht, Gewalterfahrungen und Leere. Das ist die Herausforderung Gottes: Kommt her zu mir!

Sie merken: Ich spreche von einer Vision, wie Gemeinde Jesu aussehen könnte. Ich glaube: Gemeinde entwickelt sich nicht, wenn uns nur der Druck der Verhältnisse nach unten drückt. Gemeinde entwickelt sich, wenn uns eine Vision gemeinsam fasziniert. Das Evangelium schenkt uns mitten in der Krise Visionen von gesunden Gemeinden. Denn: eine Vision ist nicht ein Wunschtraum. Es geht nicht um Illusionen über den Zustand unserer Kirche. Es geht um eine Vision, die in Gottes Willen gegründet ist. Wenn Gott davon träumt, viele Menschen mit seiner Liebe zu beschenken und zu einer starken und gesunden Gemeinschaft zusammenzufügen, dann dürfen wir nicht nur mitträumen, dann ist Träumen Gehorsam. Gottes Träume sind im Traumbilderbuch festgehalten, in der Heiligen Schrift. Wenn wir angefochten, wie wir sind, betend und horchend die Schrift aufschlagen, dann werden uns die Visionen Gottes für unsere Gemeinde zuteil. Sie dann miteinander zu teilen, miteinander immer wieder zu kommunizieren und miteinander zu leben, das ist der Beginn gesunder Gemeindeentwicklung.

Prof. M. Herbst


Kabod
Liebe Schwestern und Brüder, die Fähigkeit, anderen einen Wert beizumessen, gehört zu den kostbarsten Gaben der Welt. Intensive Gemeinschaft hat etwas damit zu tun, im anderen etwas Wertvolles und Kostbares zu sehen. In aller Unscheinbarkeit trägt der andere ein unsichtbares Etikett Gottes: Mein kostbarster Besitz. Ein hebräisches Wort bringt dies besonders gut zum Ausdruck: „kabod“. In diesem Wort vermengen sich dabei mehrere Komponenten: Gewicht, Ehre, Anerkennung, Herrlichkeit. Ich möchte heute die These aufstellen, dass die entscheidende Herausforderung der Gemeindearbeit darin besteht, Menschen so anzusehen und mit ihnen so umzugehen, dass für sie erfahrbar wird: Ich habe bei Gott „kabod“. Ich bin Gottes wertvollster Besitz. Mein Leben hat bei ihm Gewicht.
Das Evangelium ist der Ruf Jesu: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Euer Leben hat Gewicht bei mir. Ich will euch erquicken und entlasten. Ihr seid für mich so wichtig, dass ich mich persönlich um euch kümmern will. Kommt in meine Nähe und es wird besser mit euch. Ihr seid wertvoll in meinen Augen.

Prof. M. Herbst



Ermutigende Rückschau

„Kidsdays – ein Segen für Albisrieden. Diese Woche war sehr intensiv, abwechslungsreich und voller Freude. Schnell waren wir eine grosse Familie. Die Kinder waren offen und begeistert. Sie lebten die Geschichte von Königin Esther mit und waren jeweils auf den nächsten Tag gespannt. Es war eine lebendige Woche, wo jeder einzelne von uns Gott nah erleben konnte. Vergessen wir nicht, weiter für jedes Kind zu beten. Ihre leuchtenden Augen geben uns Mut und Freude für nächstes Jahr.“ Mirta Näf

„Ich freue mich über die Tage, die ich bei den Kidsdays verbringen durfte, und freue mich, dass ich auch helfen konnte. Es war für mich etwas Neues aber seeehr Gutes. Die Kinder waren begeistert von allem, was sie in den Workshops machen konnten. Ich habe auch davon gelernt mich über kleinere Sachen zu freuen und kleine Momente des Lebens zu schätzen, so wie es die Kinder machen. Die Atmosphäre war wirklich toll, nicht nur was das Programm betrifft, sondern auch zwischen den Mitarbeitern. Ihr macht eine echt tolle Arbeit mit den Kindern. Gottes Segen weiterhin.“ Theodora Scurtu

„Also für mich werden die Kidsdays unvergessen bleiben. So fröhliche und auf-gestellte Kinder machen Freude. Was mich am meisten erstaunte, war die Aufmerksamkeit der Kinder. Schon nach einem einzigen Morgen konnten sie den ganzen Text der Lieder auswendig und auch beim Theater waren sie sehr präsent, obwohl die Story von Esther doch etwas kompliziert war. Sogar die Namen der einzelnen Schauspieler konnten sie sich merken. Erstaunlich! Auch die Freude an den gebastelten Sachen war riesig. Alles in allem ein eindrückliches Erlebnis. Bitte wiederholen, ich bin dabei!“ Ruth Weidmann



Kidsdays













Vom 19.-23. Juli 10 finden in Albisrieden die Kidsdays statt. Eine grosse Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Gemeinde Albisrieden sind in dieser Woche vielseitig engagiert. Wir danken allen, die sich mit Herzblut für die Kinder in unserem Quartier einsetzen und zum guten Gelingen dieser Woche beitragen.
Vom Montag bis Freitag 19.-23.7. findet während den Kidsdays in der EGA täglich von 10.00-11.00 auch ein Gebetstreffen statt. Du kannst während dieser Zeit kommen, mitbeten und gehen, so wie es dir passt. Täglich aktuelle Gebetsanliegen gibt es auch telefonisch oder per SMS.

Melde dich bitte bei Ruth Schelker.




FEG Visp
Die FEG Visp begann bescheiden, sie ist aus einem Bibelkreis heraus entstanden. Susanne Lehmann, eine gläubige Lehrerin, unterrichtete in den 70er Jahren an der Reformierten Schule in Visp. Sie lud mehrheitlich Frauen zum wöchentlichen Bibellesen, Singen, Beten und gemütlichen Beisammensein in ihre Wohnung ein. Die wachsende Gruppe traf sich fortan in einem Schulzimmer, später im Pavillon nebenan. Wichtige Komponenten waren maßgebend für eine solide Weiterentwicklung:


Drei Pfeiler
Kontakte in die Deutschschweiz: Durch die persönlichen Kontakte der Familie Schmid zur FEG Langenthal, zu Armin Mauerhofer und den Familien Ammann kam einiges ins Rollen. Eine Zeit lang „pilgerten“ die Visper vierzehntäglich nach Langenthal in den Gottesdienst. Umgekehrt erhielten sie wertvolle Unterstützung durch Mitarbeiter und Praktikanten. In dieser Zeit entstanden Freundschaften, die zum Teil bis heute bestehen.
Umsiedlung aus der Deutschschweiz ins Wallis: Zwei gläubige Ehepaare, Paul und Theres Bärtschi aus dem Bernbiet sowie später Franz und Ursi Isler aus der FEG Wallisellen, ließen sich von Gott ins Wallis führen. Mit im Gepäck waren ihre missionarischen Herzen und ihr Liebe zur Bevölkerung.
Brüderliche Hilfe vor Ort: Durch die Unterstützung des pensionierten Bibelschullehrers Pierre Vautier entstand in dieser Zeit der Wunsch, eine Gemeinde nach dem Vorbild des Neuen Testaments zu werden. Aus dem Hauskreis wurde der „Bibelkreis Visp“.

Vom Bibelkreis zur Freien Evangelischen Gemeinde
Von der Lehrerinnenwohnung ins Schulzimmer, dann in den Pavillon, nachher in eine alte Wohnung eines Abbruchobjektes, weiter in verschiedenen Säle von Restaurants oder Hotels und schließlich in Mietwohnungen – ein unbefriedigender Zustand. Wie durch ein Wunder ergab sich die Gelegenheit, einen geeigneten Bauplatz zu erwerben. Fünfzehn Leute stimmten 1987 anlässlich der GV im Vertrauen auf Gott dem Vorhaben zu, ein eigenes Gebäude zu bauen. Erwin Imfeld, der seit 1984 als erster Pastor in der jungen Gemeinde tätig war, bewirkte eine gewaltige Sympathie für das Wallis unter den Gemeinden im Bund FEG. Dank großer finanzieller und praktischer Hilfe des ganzen Bundes konnte 1990 das neue Gemeindehaus der FEG Visp eingeweiht werden. Das war für die junge Gemeinde ein ganz wichtiger Schritt, im Rohnetal wahrgenommen und respektiert zu werden.

Impuls 6/10



Exkursion nach St. Gallen
Wer letztes Jahr bei der Exkursion nach Genf dabei war, erlebte die Reformationsstadt aus einem historischen Blickwinkel. Michael Kotsch hat uns Calvin nahe gebracht und faszinierenden Einblick in die Biografie dieser prägenden Persönlichkeit gegeben.

Am Samstag, 10. Juli ist eine Exkursion mit Michael Kotsch nach St. Gallen geplant. „Dieser Ausflug führt zu den Anfängen christlichen Glaubens in der deutschsprachigen Schweiz. Zu Anfang des 7. Jahrhunderts erreichten die irischen Missionare Kolumban und Gallus den Bodensee und predigten in Bregenz. Wenig später legten sie den Grundstein für eines der bedeutendsten Klöster Nordeuropas: St. Gallen.

Für Jahrhunderte war dieser Ort ein Zentrum von Wissenschaft, Kultur und Glauben. Heute zählt das Kloster zum UNESCO Weltkulturerbe und gilt als weltbekannte Sehenswürdigkeit. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts setzte Vadian die Reformation in St. Gallen um und erneuerte die Kirche tief greifend.

In Erinnerung an die Ausbreitung des christlichen Glaubens führt diese Exkursion an Orte der Wirksamkeit des Mönchs Gallus und des Reformators Vadian. Beide können durch ihr Leben zum Glauben und zum konkreten Leben mit Jesus Christus ermutigen.“

Bitte melde dich auf der im Foyer ausgehängten Liste an.



Kirchendistanz ist unhaltbar

Eine wachsende Kirche wird es nur geben, wenn wir Protestanten uns endlich ein positives „Kirchengefühl“ leisten. Es wäre vielen von uns geradewegs peinlich, Menschen auch für die Kirche gewinnen zu wollen. Nein, unser Gespräch mit ihnen, unsere Mission in Zusammenleben, Dialog und Zeugnis soll frei bleiben vom Zweck, die Kirche in ihrem Bestand zu sichern, gar wachsen zu sehen. Nein, es sei doch die Hauptsache, wenn Menschen mit dem Evangelium in Berührung kommen, nicht aber, dass sie dann auch zur Gemeinde kommen. Die Einladung, sich dann auch taufen zu lassen, Glied der Gemeinde zu werden und sich zu den Versammlungen zu halten (Hebräer 10), kommt uns nur schwer von den Lippen. Damit ist aber ein nicht geringer Teil unserer gegenwärtigen Probleme hausgemacht, selbst verschuldet. Unsere protestantische Kirchendistanz ist unhaltbar.

  • Theologisch sollten wir uns aufklären lassen, dass seit den Tagen des Neuen Testaments das Heil eine überaus soziale Erfahrung darstellt: Wir werden Christen eben als Glieder am Leib Christi, als Menschen, die zum Volk Gottes hinzukommen. Äußerstes Erstaunen hätte die Feststellung zur Zeit der Apostel und Propheten erweckt, man könne auch in mehr oder weniger freundlicher Distanz zur Kirche ein guter Christenmensch sein. Zwischen dem Evangelium und der Kirche gibt es einen engen Zusammenhang, den Martin Luther auf den Punkt bringt: „Gottes Wort kann nicht ohne Gottes Volk sein, wiederum Gottes Volk kann nicht ohne Gottes Wort sein, wer wollte es sonst predigen oder hören, wo kein Volk Gottes da wäre? Und was könnte oder wollte Gottes Volk glauben, wo Gottes Wort nicht da wäre?“ Wer also möchte, dass Gottes Wort wächst, der wird auch wollen, dass die Gemeinde wächst, und darum auch Mut machen, sich zur Gemeinde verbindlich zu halten.
  • Unter der Perspektive der Mission ist es ebenfalls nötig, ein evangelisches Kirchengefühl zu entwickeln: Wer soll denn in der nächsten Generation das Evangelium bezeugen? Wer soll denn für die Gegenwart der guten Nachricht in der Gesellschaft sorgen, wenn wir so sorglos mit der Zukunft der Kirche umgehen? Bestandessicherung ist dann kein Schimpfwort, wenn es darum geht sicherzu-stellen, dass auch morgen und übermorgen Menschen da sind, die nicht nur anonyme, sondern sichtbare und hörbare Christen sind.

Prof. M. Herbst


Mission: weil Gott alle will
„Jesus aber muss weiterziehen in die anderen Städte, die auch von der Liebe Gottes hören müssen.“ (Lk.4,43). Im Missionsbefehl tritt uns diese Sehnsucht entgegen und artikuliert sich in dem umfassenden Wunsch Gottes, alle Menschen möchten Jünger Jesu werden. Dabei geht es um die alle einschließende Liebe Gottes. Es geht nicht um den Ausschließlichkeitsanspruch der christlichen Kirche, es geht um die wundersame Tatsache, dass Gottes Liebe alle einschließt: Keiner ist ausgeschlossen, wenn es heißt: Macht zu Jüngern. Allen wird die Erfahrung gegönnt: „Ich bin ein von Gott geliebter Mensch, mein Leben ist wertvoll. Ich darf um Christi willen leben.“ Allem Volk gilt das Evangelium und darum ist auch allem Volk das Evangelium zu bezeugen. Das ist das Herz unseres Themas und der tiefste Grund, warum auch Gott von einer wachsenden Kirche träumt.
Was ist nun die Aufgabe der Missionare? Eine kleine Szene im Markusevangelium (10,46-52) macht uns auf das Wesentliche aufmerksam: Als die Umherstehenden aufhören, Bartimäus von Jesus fernzuhalten, da werden sie zu Missionaren, denn sie rufen ihm zu: Sei getrost! Stehe auf! Jesus ruft dich! Das tun Missionare, sie geben einen Ruf in die Nähe Jesu an andere Menschen weiter: Sei getrost! Steh auf! Jesus ruft dich! Und Mission erreicht ihr Ziel, wenn Menschen aufstehen, getrost werden und sich Jesus anvertrauen.
Begegnen wir dann Menschen, die gerne Christen sind und fröhlich glauben, dann erzählen sie uns nicht vom religiösen Hausfriedensbruch, sondern berichten, dass da – Gott sei Dank – Menschen waren, die sie auf ihrer geistlichen Reise begleitet haben. Wer glaubt, berichtet darum in der Regel von gelungener Mission.

Michael Herbst



Sitzung der Bundesleitung
An ihrer Sitzung hat die Leitung der FEG Schweiz unter anderem folgende Themen besprochen:

Die Frühjahrs-Pastorenkonferenz (Geld und Geist) erhielt sehr gute Feedbacks. Die beiden Referenten wurden als wertvolle Ergänzung erlebt. Die Diskussion um die Verfügbarkeit und die Verweildauer von Pastoren in den Gemeinden löste unterschiedliche Reaktionen aus. Auch Inhalt und Stil der Anbetungszeiten wurden kontrovers beurteilt. Dies scheint nicht nur in den Gemeinden ein immer wiederkehrendes Thema zu sein.

Einmal mehr beschäftigten wir uns mit dem Pastorennachwuchs. Die Zahl der offenen Stellen steigt und immer weniger Leute lassen sich für einen vollzeitlichen Dienst ausbilden. Wo liegen die Gründe dafür? Wird das Thema „Berufung“ in den Gemeinden zu wenig thematisiert oder ist das Image des Pastorenberufs schlecht? Sind die Erwartungen der Gemeinden zu hoch und der Umgang mit den Pastoren oft schwierig, so dass sich junge Leute sagen “Das tue ich mir nicht an“? Da ist Handlungsbedarf in den Gemeinden und im Bund angesagt.

Immer mehr nimmt der Bereich „Gemeindeentwicklung“ neue Formen an. Dabei wird das Team „60+“ abgelöst und die Arbeit neu aufgeteilt. Ermutigende regionale Initiativen sollen gefördert werden. Auch die Arbeitsgruppe „Schulung und Gemeindebau“ existiert als solche nicht mehr. Die bewährten Schulungsangebote werden als einzelne Projekte weitergeführt und koordiniert. Eine Spurgruppe wird in absehbarer Zeit ein Konzept für Bildungsangebote der FEG Schweiz erstellen, damit eigene und fremde Anlässe vernetzt werden können.

Auch im administrativen Bereich sind Neuerungen geplant. Auf vielseitigen Wunsch werden wir wieder ein aktuelles Adressverzeichnis der FEG Schweiz herausgeben. Die Form wird einfacher sein. Es kann sowohl als Datei gratis oder gegen einen Unkostenbeitrag gedruckt bezogen werden. Auch der veraltete Prospekt über den Bund FEG wird im Blick auf die Jubiläumsfeier im Oktober neu erstellt.

Siegfried Nüesch, Vorsitzender FEG Schweiz


Geistliches Wachstum dauert ein Leben lang
Reife, so glaube ich inzwischen, bedeutet nicht, dass ich nie wieder alte Versuchungen verspüre, und es bedeutet auch nicht unbedingt, dass meine innere Leere gefüllt wird, wie das bei Mutter Theresa der Fall war. Christen, die geistlich wachsen, empfinden Dankbarkeit für Gottes Vergebung und Liebe und für das, was an Wachstum erkennbar ist. Aber in ihre Dankbarkeit mischt sich auch eine zunehmende Tiefe der Zerbrochenheit darüber, wie viel Macht ihre alte Natur immer noch hat und wie sehr sie immer noch imstande sind zu versagen. Doch die Zerbrochenheit erzeugt keine Verzweiflung. Sie ruft Staunen hervor: Er liebt mich immer noch, und er ist immer noch bei mir um das Werk zu vollenden.

Geistlich wachsende Leute berichten mehr von ihrer Sehnsucht nach Gott als von ihren Erfahrungen mit Gott. Und diese Sehnsucht wird zum Boden, in den die Hoffnung hineingepflanzt wird. Eines nahen Tages wird der Glaube dem Schauen weichen. Der Durst wird für immer gestillt. Bis dahin sehne ich mich nach etwas, das ich jetzt noch nicht völlig erfahren kann, aber einst erfahren werde. Hoffnung hält mich aufrecht.

Ich möchte zu einer Gruppe von Christen gehören, die nichts vorgaukeln, die schmerzhaft ehrlich und realistisch sind, die mindestens einem Menschen gegenüber völlig offen darüber sind, wie es in ihrer Nachfolge Christi um sie steht. So eine Gruppe weiß, dass Wachstum ein ganzes Leben dauert. Bei ihnen werde ich keine flammenden Zeugnisse hören, die etwas beschreiben, was doch nur tote Heilige erfahren können.

In der Gemeinde, zu der ich gehören möchte, werde ich persönliche Geschichten mit Männer und Frauen austauschen, die dankbar und zerbrochen sind, und voller Sehnsucht und Hoffnung. Sie werden wissen, dass Wachstum ein Leben lang dauert, dass Jesus es ernst meinte, als er sagte: „Seid vollkommen!“, und dass er uns durch seinen Geist so weit in diese Richtung bringen wird, wie er kann, bis er uns schließlich in einem endgültigen Moment vollkommen verwandeln und bis in Ewigkeit erfreuen wird.

Larry Crabb



Was bestimmt deine Gemeinde?
Jede Gemeinde wird von etwas bestimmt. Es gibt eine treibende Kraft, eine kontrollierende Grundannahme, eine bestimmende Überzeugung hinter allem, was geschieht. Es kann sein, dass sie unausgesprochen bleibt und vielen nicht bekannt ist. Sehr wahrscheinlich ist, dass nie offiziell darüber abgestimmt worden ist. Aber sie ist da und beeinflusst jeden Aspekt des Gemeindelebens. Was ist die treibende Kraft hinter deiner Gemeinde?

Gemeinden, die von der Tradition bestimmt werden
In traditionsbestimmten Gemeinden heißt der Lieblingssatz: „Wir haben das immer so gemacht.“ Das Ziel einer traditionsbestimmten Gemeinde ist es, einfach das Vergangene fortzusetzen. Veränderung wird fast immer als negativ betrachtet und Stagnation wird als „Stabilität“ interpretiert. Ältere Gemeinden neigen dazu, durch Regeln, Regulierungen und Rituale zusammengehalten zu werden, während jüngere Gemeinden dazu tendieren, einen Zusammenhalt durch einen gemeinsamen Auftrag und das Ziel zu schaffen. In manchen Gemeinden kann die Tradition so stark zur treibenden Kraft werden, dass alles andere, sogar Gottes Wille, sekundär wird.

Gemeinden, die von Persönlichkeiten bestimmt werden
In diesen Gemeinden lautet die wichtigste Frage: „Was will der Leiter?“ Wenn der Pastor die Gemeinde eine lange Zeit geleitet hat, ist er oft die bestimmende Persönlichkeit. Wenn in der Vergangenheit der Gemeinde alle paar Jahre die Pastoren gewechselt haben, dann ist die treibende Kraft wahrscheinlich eine andere Schlüsselperson. Es ist ein nahe liegendes Problem für eine von einer dynamischen Persönlichkeit bestimmte Gemeinde, dass ihr Fahrplan mehr von dem Hintergrund, den Bedürfnissen und den Unsicherheiten des Leiters bestimmt wird als durch Gottes Willen oder die Bedürfnisse der Menschen. Ein anderes Problem ist, dass eine persönlichkeitsbestimmte Gemeinde zum Stillstand kommen wird, wenn die bestimmende Person weggeht oder stirbt.

Gemeinden, die von Geldfragen bestimmt werden
Die Frage, die allen in einer von Geldfragen bestimmten Gemeinde auf die Stirn geschrieben steht, lautet: „Was wird das kosten?“ Nicht anderes erscheint je so wichtig wie die Finanzen. Die heißeste Diskussion in einer von Geldfragen gelenkten Gemeinde ist immer die über das Budget. Auch wenn gute Haushalterschaft und flüssige Geldmittel wichtig sind für eine gesunde Gemeinde, dürfen Finanzen doch nie das kontrollierende Thema sein. Es sollte immer stärker im Vordergrund stehen, was Gottes Pläne für diese Gemeinde sind. Gemeinden sind nicht dazu da, um Profit zu machen. Die Grundlinie in jeder Gemeinde sollte nicht sein: „Wie viel haben wir gespart?“, sondern: „Wer wurde für Jesus Christus gewonnen?“ Ich habe festgestellt, dass viele Gemeinden in ihren frühen Jahren vom Glauben bestimmt werden und in den späten Jahren von Geldfragen.

kmv, S.78


Worauf zielt unser missionarisches Handeln?
Mission heute geschieht in der Bereitschaft, dem anderen Begleitung auf Zeit zu gewähren, durch die er das Evangelium kennen lernen kann. Die Alltagsmissionare unserer Zeit brauchen die Unterstützung der Gemeinde, die angemessene „Räume“ zur Verfügung stellt, in denen Menschen erfahren können, was Glaube ist.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne Mut machen. Vielleicht war das missionarische Handeln früher von zu viel Druck bestimmt, sodass in den Sälen die Seelen bearbeitet wurden. Das ist heute eher die unrühmliche Ausnahme. Wir aber müssen darauf achten, dass wir nicht zu zaghaft und zurückhaltend sind, wenn es darum geht, dass Menschen anfangen zu hören, zu beten, zu vertrauen und ihr leben von Gott umformen zu lassen. Ebenso wenig sollten wir eine falsche Zurückhaltung zeigen, wenn es darum geht, andere in der Gemeinde zu beheimaten. Für viele in der Studie von England war es der entscheidende Anstoß, von einem freundlichen Mitmenschen eingeladen zu werden, mit in den Gottesdienst zu kommen. Ohne Gemeinschaft überlebt unser Glaube nicht. Und wenn gerade erst Vertrauen zu Gott aufkeimt, dann brauchen auch unsere neu gewonnenen Schwestern und Brüder regelmäßige Gemeinschaft des Glaubens. Auch für sie gilt, was Dietrich Bonhoeffer sagte:
„Die Kirche ist der neue Wille Gottes mit den Menschen. Darum braucht der Christ den Christen, der ihm Gottes Wort sagt. Denn: Der Christus im eigenen Herzen ist schwächer als der Christus im Worte des Bruders; jener ist ungewiss, dieser ist gewiss.“

Prof. Michael Herbst


Wie kann missionarisches Handeln heute gelingen?
Man hat in England Menschen befragt, die sich erst als Erwachsene haben taufen oder konfirmieren lassen: „Was hat euch eigentlich erreicht und gewonnen?“ Erste Antwort: „Wir wurden vor allem durch Beziehungen zu Christen gewonnen, die fromm und dennoch normal waren. Mehr noch: die kontakt- und auskunftsfähig waren.“ Alle anderen Bemühungen der Kirche fallen gegenüber diesem Faktor „B“ wie gute Beziehungen weit zurück.

Ich muss dazu etwas mehr sagen. In der rheinischen Kirche gab es das Programm „Auf Sendung“. Dort ging man so an das Thema heran: Jeder, der glaubt, wurde durch die Mission eines anderen gewonnen. Das war die Mutter, die abends am Bett mit uns betete, der Religionslehrer, der keine Angst vor kritischen Fragen hatte und doch glaubte, der Freund, der beharrlich zum Grundkurs des Glaubens einlud, die Nachbarin, die da war, als der Mann starb.

Alltagsmissionare möchte ich diese Zeugen Gottes nennen, weil wir uns hier oft überfordern und dann von uns und anderen erwarten, als Mini-Theologen durch die Gegend zu laufen, die anderen, ob sie es wollen oder nicht, die vollständige christliche Botschaft liefern. Ich glaube dagegen: Dies Alltagsmissionare haben eine einfache Grammatik, die sich leicht konjugieren lässt: Ein Ich hat etwas erlebt und kann davon erzählen, ein Du wird freundlich angesprochen und fühlt sich ernst genommen, aber auch berührt. Dabei ist von Ihm die Rede, dem Dritten im Bunde, der beiden als großzügiger und starker Gott begegnet. Mir liegt an diesem bescheidenen Ansatz der kleinen Erzählungen, die doch offensichtlich so überraschend sind, dass sie andere Menschen „öffnen“. Da ist kein Eifer im Missionarischen, kein evangelistischer „Überdruck“, der so unausstehlich sein kann, eher eine stille und kraftvolle Selbstverständlichkeit, die offenbar denen leichter und eher zuwächst, die erst neu dazukommen. Und dann verbindet sich dieses schlichte Zeugnis mit Angeboten der Gemeinde, in denen es tiefer und weiter gehen kann, zu denen die schlichten Alltagsmissionare die Türe öffneten.

Prof. Michael Herbst


Sich von der Schrift aufklären lassen
Nicht Resignation, nicht Flucht in Träume kann uns weiterbringen. Es bringt uns weiter, wenn wir uns als Angefochtene neu betend von der Bibel auf den Weg bringen lassen.
Die Alternative zu unserer eigenen Gottesvergessenheit besteht nicht darin, uns in positivem Denken zu üben oder uns Illusionen hinzugeben. Die Alternative besteht nicht darin, die Augen zu verschließen vor den Schrumpfungsprozessen. Sie besteht nicht in verzweifeltem Bemühen. Sicher ist denen zuzustimmen, die uns nahe legen nach Visionen für die Kirche zu trachten. Das tut z.B. der Pastoraltheologe Paul Zulehner:

„Moderne Organisationsentwicklung lehrt, dass ein Unternehmen, das vorankommen will, wissen muss, wo es hin will. Dazu braucht es … eine Mission, die aus der Vision kommt. Die Vision ist dann aber nichts anderes als der Stern, der den Weisen voranging und dem folgend sie beim gesuchten Kind an der Krippe ankamen.“

Ohne Frage sind Visionen wichtig. Eine Vision vermag Passion zu erzeugen. Sie weckt Leidenschaft für das Erträumte. Und sie schafft Prioritäten: Wir wissen nun, wozu wir ja sagen und wozu wir Nein sagen. Gute Ideen, die uns kommen, werden sortiert. Stimmen sie nicht zur Vision, sagen wir: „Gute Idee, machen wir auch nicht!“ Sagt man uns von außen: „Aber da muss sich doch die Kirche engagieren“, so folgen wir nicht jedem Ruf und beugen uns nicht jeder Zumutung. Damit werden auch die Kräfte gebündelt und nicht zerstreut.

Aber Visionen an sich sind noch nicht der Ausweg. Die biblischen Propheten hatten alle Hände voll zu tun, die Träume ihrer Zeitgenossen als Trugbilder zu entlarven. Für Jeremia bestand geradezu ein Grundgegensatz zwischen den eigenen Träumen und dem Wort Gottes (Jeremia 23,28). Jesus hatte zu kämpfen mit den Traumbildern seiner Jünger, die nach der Macht strebten und sich die Thronplätze neben ihm sichern wollten (Markus 10,37). Visionen an sich sind es also noch nicht.

Die Alternative besteht darin, uns neu von Gott selbst über uns als Kirche aufklären zu lassen. Wir müssen als angefochtene Menschen in die Schrift schauen und dort erfahren wir wer wir in Wahrheit sind und was wir von unserer Zukunft erwarten dürfen. Christen sind Menschen, deren Leben von Gebet, Schriftbetrachtung und Anfechtung bestimmt wird. Als Angefochtene suchen wir in der Schrift betend nach neuer Inspiration und Orientierung – und auch nach Korrektur. Als Betende lassen wir uns befragen und auch zurechtbringen. Ohne Hinkehr zu dem, was Gott will, ohne Hinkehr zu seinem Willen in Verheißung und Gebot kann eine Kirchengestalt auch sterben – nicht wachsen, wohl aber sterben!

Prof. Michael Herbst 4/10



Geistliche Wachstumsprozesse

Die anglikanische Kirche hat empirisch untersucht, wie erwachsene Menschen heute zum Glauben finden. Die meisten Menschen, so heißt es da, kommen zum Glauben, indem sie über eine längere Strecke begleitet werden. Wie die Emmaus-Jünger, die Jesus unerkannt begleitete, denen er zuhörte, die er unterwies und mit denen er zu Tisch saß. Die Frage von John Finney war schlicht: Welche Faktoren spielen eine Hauptrolle, damit Menschen zum Glauben kommen? Das Ergebnis war zunächst enttäuschend. Vieles, worauf missionarische Kräfte in der Church of England lange gesetzt hatten, führte nicht zum Wachstum. Grosse Events spielten keine entscheidende Rolle, christliche Medien spielten nur eine recht kleine Rolle. Was aber bedeutend war, waren Beziehungen. Da war der christliche Ehepartner, der Nachbar oder auch der Arbeitskollege, da war der Pastor, der ins Haus kam und in einer Krisensituation beistand. Man hat in England Erwachsene gefragt, die sich taufen oder konfirmieren ließen: Welche Faktoren waren entscheidend für Ihren neuen Zugang zu Glauben und Gemeinde? Und die meisten antworteten, indem sie von menschlichen Beziehungen erzählten. Von Menschen, bei denen sie sich nie wie Missionsobjekte vorkamen, die aber etwas ausstrahlten von der Freude des Glaubens. Von Menschen, die nicht aus missionstaktischen Gründen Beziehungen pflegten, die aber mit einer ruhigen Selbstverständlichkeit auch von dem redeten, was ihr Leben im Innersten zusammenhält. Von Menschen, die nicht beim Pizzaessen unruhig hin- und herrutschten, ungeduldig, wann sie endlich ihr Glaubenswissen loswerden könnten, sondern Menschen, die zu reden begannen, als sich eine natürliche Gelegenheit ergab, auch von Gott und seiner Gemeinde zu sprechen.

Prof. Michael Herbst 3/10



Der Bau der Gemeinde Jesu ...
Der Bau der Gemeinde Jesu ist für mich das Faszinierendste, woran ein Mensch auf dieser Welt beteiligt sein kann. Eine funktionierende Gemeinde ist durch die Kraft Jesus Christi die Hoffnung für unsere durch Wertezerfall zerbrechende Gesellschaft. Sie ist die Kraft, die menschliche Herzen bleibend zum Guten verändern kann.

Wir wollen aber alle anderen Bemühungen um den Aufbau des Guten für unsere Gesellschaft nicht schmälern. Während viele Organisationen den äusserlichen Nöten von Menschen im Allgemeinen begegnen, hat die Gemeinde im Besondern die Berufung das zu tun, wozu sie von Christus befähigt wird: Trost und Heilung für tief verletzte und orientierungslose Menschen anzubieten.
Christus will durch unsere Gemeinde Menschen aus ihrer Verlorenheit retten und zu sich ziehen. So werden sie zu neuen, sinnerfüllten Menschen, die wiederum mithelfen, sein ewiges Reich aufzubauen. Somit dienen sie unserer Stadt und ihrer Umgebung.

Dazu will er uns als Gemeinde gebrauchen. In unserer Gemeinde bauen wir im Hier und Jetzt bereits für die Ewigkeit (Eph. 3,8-10)! Du bist herzlich eingeladen, Deine Gaben so einzubringen, damit wir Jesus Christus gemeinsam dienen können. Sein Leib soll zu seiner Ehre zu dem werden, was er sich als Gemeinde vorstellt.
Gust Ledergerber, Pastor FEG-Stadtmission St. Gallen



Come to Poland
Jan Puchacz leitet in Lodz und Glowno, Polen Gemeindeaufbauarbeit im Rahmen von Vision Europa (Europamission der FEG-Schweiz). Diesen Sommer planen die Jugendgruppen der FEG-Helvetiaplatz und der FEG Utzenstorf mit Jan einen Einsatz in Polen mit anschließenden Ferien an der Ostsee. Was Teilnehmer erwartet: Ein neues Land kennen lernen, Jesus erleben, neue Freundschaften, coole Gemeinschaft, das Evangelium weitergeben, kreativ Gaben einsetzen, anderen helfen, relaxen, Meer, Strand und Sonne und einiges mehr.

Datum: 19.-31. Juli 2010. Kosten: Anmeldung bis 30. April: 590.- später 630.-. Kontaktperson: Jürg Birnstil, Grabenstr. 18, 8952 Schlieren; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Hier ist eine tolle Gelegenheit Reich-Gottes-Luft in Polen zu schnuppern, ein Abenteuer zu erleben und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus anderen Gemeinden unseres Bundes Kontakt zu knüpfen. hm


Suchersensibel
These: Nicht als „Hobby der besonders Frommen“, sondern als Grundauftrag der ganzen Kirche geht es um Mission: Mission ist nicht deshalb nötig, weil es der Kirche schlecht geht, sondern weil Gott sich nach den Menschen sehnt (Lukas 19,1-10). Aus der Perspektive der Gewinner von Mission wird deutlich, dass es ohne gelungene Mission nicht zu gesunden Glaubensbiografien käme.

Mission ist in den letzten Jahren aus der Schmuddelecke herausgeholt worden. Eberhard Jüngel hat kräftige Worte gefunden für eine missionsmüde Kirche: „Wenn Mission und Evangelisation nicht Sache der ganzen Kirche ist oder wieder wird, dann ist etwas mit dem Herzschlag der Kirche nicht in Ordnung … Die Kirche kann als die von seinem Geist bewegte Kirche nicht existieren, wenn sie nicht auch missionierende und evangelisierende Kirche ist oder wieder wird.“ Mission darf nicht das „Hobby“ einer bestimmten theologischen Richtung sein.
Mission ist aber nicht deshalb nötig, weil es zurzeit der Kirche nicht gut geht. Wir haben es bei diesem Thema vielmehr mit Gottes unbändiger Sehnsucht nach Menschen zu tun. Diese Sehnsucht äußert sich in jenem „muss“, das Jesus bewegt, wenn er zu Zachäus sagt: „In deinem Hause muss ich heute einkehren“ (Lukas 19,5). Oder wenn er den Leuten von Kapernaum widerspricht, die „ihren Jesus“ gerne für sich behalten wollen, die gerne unter sich wären als eine Gemeinde, in der man sich wohlfühlt. Jesus aber muss weiterziehen in die anderen Städte, die auch von der Liebe Gottes hören müssen (Lukas 4,43).

Prof. Michael Herbst


 
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